Sehr geehrte Damen und Herren,
anbei ein Leserbrief mit der Bitte
um Veröffentlichung. Es hat den Anschein, daß dieses Altersheim am Bahndamm
tatsächlich errichtet werden soll. Trotz Lärmschutzwand wird es dort unzumutbar
laut sein. Die einzige Hoffnung besteht nun wohl darin, daß sich für dieses
unsinnige Projekt kein Investor findet.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter Ries
Dietrichstr. 10, 92318 Neumarkt
Leserbrief:
Nun scheint das Altersheim am Bahndamm doch zu kommen. In der letzten Sitzung
des Stadtrats wurde der Bebauungsplan beschlossen, welcher ein Altenheim am
Bahndamm ermöglicht. War es mir von Anfang an klar, daß die neumarkter CSU
dieses Ziel, ungeachtet des Lärms, weiter verfolgen wird, so wundert es mich
doch, wenn die Stadträte der UPW dem Altenheim dort mehrheitlich zustimmen.
Gerade die Stadträte der UPW erklären immer wieder, besonders bürgernah zu
sein. Die Zustimmung, dort ein Altenheim zu errichten zu lassen, ist meines
Erachtens ein Zeichen einer menschenverachtenden Einstellung, welche den
Kommerz über das Wohl der alten Mitbürger stellt. Auf die Zustimmung
angesprochen, erklärte mir ein UPW-Stadtrat, daß sich das Altersheim dort doch
wirtschaftlich rechnen wird und doch jeder weiß, daß es dort laut ist. Eine
solche Antwort hätte ich nicht erwartet. Wenn das Mitgefühl und die
Verantwortung für das gemeinsame Miteinander den finanziellen Interessen
weichen, bedeutet dies, nur das Geld zählt und der Mensch wird eine Ware, dem
Kommerz geopfert. Wie die Stadt erst bekannt gab, nimmt sie am Modellprojekt
"Soziale Stadt" teil. Einer der wesentlichen Punkte dieses Programms
ist es, städtebaulich die sozialen, ökonomischen und ökologischen Komponenten
zu beachten. Dazu gehört es, die Beziehung und das Zusammenleben der Menschen
zu fördern. Wohin es führt, diese Handlungsfelder zu mißachten, zeigt das
Beispiel der Wohnungen entlang der Bahnlinie an der Pöllinger Straße in
Woffenbach. Wenn es sozial ist, alte Menschen dem täglichen Lärm der Bahn und
des Autoverkehrs an der Freystädter Straße auszusetzen, dann verstehe ich die
Welt nicht mehr.